Schatz
“Du bist ein Schatz!”
Wer diesen Satz hört, hat wahrscheinlich gerade eine gute Tat vollbracht, wie zum Beispiel Winterreifen aufgezogen, das Betriebssystem neu aufgesetzt, den Toaster repariert oder nachts noch was von der Tankstelle geholt. Wohlgemerkt hat man all dies für jemand anderen getan, der entweder völlig unfähig war, es selbst zu erledigen oder dafür zumindest viel Kraft, Nerven und/oder Geld investieren hätte müssen. Man hat also einem Menschen einen wertvollen Gefallen getan, und deshalb ist man ein Schatz.
Aber: “Schatz” bezeichnet in diesem Zusammenhang gar nicht den Helfer, sondern die dicke Geldkiste, die unterm Bett des Geholfenen steht, mit all dem Geld darin, das letzterer nicht für all die Dienste ausgeben musste, für die sich der Helfer hergegeben hat.
“Du bist ein Schatz… (ungefähr 130 Euro wert, die mich der Automechaniker/PC-Experte/Installateur gekostet hätte, wenn du mir nicht geholfen hättest. Ich geh dafür jetzt einkaufen. Oder lecker essen. Du kriegst jedenfalls nix.”)